Der Mkomazi NP ist der jüngste aller tansanischen Nationalparks und befindet sich für Selbstfahrer günstig gelegen an der sehr gut zu befahrenden Asphaltstrasse B1 zwischen der Küste (Pangani/Tanga, Dar) und Moshi bzw. Arusha. Im Ort Same befindet sich die Abzweigung von der Hauptstrasse (von Moshi kommend hinter der Tankstelle links), wenn man die Schranke erreicht hat, ist man richtig. Nach der Schranke geht es auf Schotter bis zum Parkeingang weiter.

Mkomazi National Park, Tanzania.
Von Moshi aus sind es ca. 113 Kilometer bis Same. Polizeikontrollen gibt es im Prinzip nur zwischen Moshi und Arusha und östlich von Moshi im Statbereich. Abgefragt werden diverse Steuern/Versicherungen für das Fahrzeug sowie der obligate Feuerlöscher und die zwei Warndreiecke. Bei Mietfahrzeugen sollten die obligaten road taxes Bestätigungen und Versicherungen etc. kein Problem und am Fahrzeug per Aufkleber angebracht sein. Aufgepasst: Neuerdings ist wohl auch ein Verbandskasten Pflicht! Wir wurden lediglich einmal angehalten (haben etwas Konversation gemacht und mehr nicht) und ansonsten freundlich durchgewunken.
Von Same bis zum Zange Gate sind es sieben Kilometer. Der Zange Gate ist momentan der einzige Zugang zum Park. Die Eintrittsgebühren sind 10.000 TZS pro Tag für das Fahrzeug (es sollte ein tansanisches Kennzeichen haben) sowie 20 USD pro Person Parkeintritt zuzüglich 50 USD pro Person Camping Fee, wenn man im Park übernachtet.
Wichtig: Der Parkeintritt kann im Moment (Juli 2012) nur bar in US-Dollars bezahlt werden, Kreditkartenzahlung ist in Mkomazi noch nicht möglich!
Der Park ist sehr wenig besucht, ich schätze das es so um die 200 Besucher im Jahr sind (aufgrund der Besucherzahlen von Babus Camp). Im Besucherregister am Zange Gate war der letzte Eintrag vor mir zehn Tage alt, es waren ebenfalls Deutsche, und davor Schweizer.
Die Campingplätze im Park sind sehr rudimentär, es gibt nur ein permanentes Camp, das Babus Camp, ca. 12 Kilometer nördöstlich vom Gate und gut ausgeschildert. Offizieller Preis für das Babus ist 250 USD pro Person pro Nacht inkl. Vollpension. Das Camp ist zweifelsohne sehr schön, Service und Essen sowie die Zelte sind sehr gut, aber der Preis ist zu hoch. Hier ist also Handeln angesagt!
Das Babuscamp stellt ggf. auch einen Guide, Kosten sind ebenfalls Verhandlungssache, für Gäste des Camps geht das mit einem Trinkgeld.
Ansonsten bietet Same ein kleines Motel (das Elephant Motel), eine Tankstelle, sowie eine Bank mit Geldautomat, welcher aber nicht an Cirrus/Master/Visa angeschlossen ist. (Nächster Geldautomat: Moshi). In Same gibt es kleine Läden auch für Selbstfahrer, und die Leute dort sind freundlich!
Der Mkomazi Park ist ein Überlaufgebiet vom Tsavopark in Kenia. Die Landschaft des Parks ist typische Savanne mit Buschland, die umliegenden Hügel sind bewaldet, es gibt viele Baobabbäume.
Die Tracks sind Schotter- bzw. Erdpiste oder Gras, also überhaupt kein Problem ausserhalb der Regenzeit. In der Regenzeit gibt es grosse Strecken mit Black Soil, welche dann unpassierbar sind.
Die Tierwelt des Parks ist noch im Wachsen, und sehr scheu. Es gibt eine grössere Anzahl von Zebras und Elenantilopen um den zentral gelegenen kleinen See herum, sowie einige Giraffen. Elefanten bevölkern die umliegenden Hügel, sind aber schwer auszumachen, angeblich sind es ca. 1.000 Stück. Die kolportierten Ory und Gerenuk sind am nördlichen bzw. östlichen Teil des Parks zu finden, in Richtung Kenia, und vom Zange Gate eine halbe Tagesreise entfernt.
Die in einer Aufzuchtstation geschützten Spitzmaulnashörner sind für Besucher nicht zugänglich und bewegen sich auch noch nicht frei im Park. Ähnliches gilt für die Wildhunde, die nur zum Teil schon frei im Park herumstreifen.
In der Nähe des westlichen Endes von Mkomazi gibt es mindestens zwei adulte Geparden (habe ich mit eigenen Augen gesehen), die dort auch, nach Aussage des Guides, permanent sind.
Löwen gibt es im Park, ausser durchstreifenden Exemplaren, welche von Tsavo kommen, nicht.
Die Vogelwelt ist allerdings sehr reichhaltig, und soll insbesondere im Februar aussergewöhnlich sein, wenn aus den umliegenden Gebieten und Bergen sich die Vögel in Mkomazi versammeln, weil dort dann das Futterangebot sehr gross ist.

Mkomazi NP up on the hills. Mkomazi, Tanzania.
Like this:
Like Loading...