Uganda Trekking und Safari
Eine Übersicht von Nationalparks und Schutzgebieten in Uganda, welche für Safaris und die Safari Fotografie interessant sind
Sicherlich ist das Trekking auf der Suche nach Gorillas und Schimpansen der Hauptgrund für eine Reise nach Uganda. In mehreren Schutzgebieten ist es möglich, unsere nächsten Artverwandten im Rahmen einer Walking Safari bzw. einer Trekkingtour durch den dichten Urwald, zu besuchen. Allerdings bietet das Land auch einige sehr anspruchsvolle Trails im Hochgebirge der Ruwenzori Vulkane sowie des Mount Elgon.
Für eine klassische Safari verfügt Uganda ebenfalls über einige sehr bemerkenswerte Schutzgebiete. Der Queen Elizabeth und der Murchison Falls Nationalpark sind einige der interessantesten Parks Afrikas, und der Kidepo Valley N.P. ist sicherlich einer der bestgehüteten Geheimtipps – in allen genannten Schutzgebieten werden übrigens Walking Safaris oder Wanderungen angeboten.
Der internationale Flughafen Ugandas, Entebbe, wird von Europa ausgehend von British Airways, KLM und Brussels Airlines angeflogen. Weitere Flugverbindungen nach Uganda bestehen mit Ethiopian, Emirates oder Egypt Air und Kenya Airways über Nairobi.
Bwindi Impenetrable National Park
Gorilla Trekking Uganda: Dieser Nationalpark ist neben dem Mgahinga Schutzgebiet der einzige Nationalpark in Uganda, der die bedrohten Berggorillas beherbergt (Fläche: 331 qkm). Weitere Parks in den angrenzenden Nachbarstaaten, um Berggorillas zu besuchen, sind Parc National des Volcans in Ruanda und der Virunga Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Ausgangspunkt für eine Trekking-Safari in den Park ist zumeist die ugandische Hauptstadt Kampala. Die für den Park benötigten sogenannten Permits sind über die meisten Tourveranstalter zu erhalten und kosten momentan 500 USD pro Person und pro Tag.
Die Gorillas: Im Bwindi Impenetrable lebt ca. die Hälfte der gesamten Berggorillapopulation Afrikas, momentan ca. 326 Tiere. Vier Gorillafamilien sind an Besucher gewöhnt: Die Mubare Gruppe (zehn Gorillas, ein Silberrücken, seit 1993), die Habinyanya Gruppe (18 Gorillas, 1 Silberrücken, seit Juli 1998), die Rushegura Gruppe (zehn Gorillas, 1 Silberrücken, seit Juli 2002), und die Nkuringo Gruppe (19 Gorillas, zwei Silberrücken, seit April 2004).
Die Touren beginnen morgens gegen acht, jede Besuchergruppe wird eingehend von den Rangern instruiert. Menschen unter 15 Jahren und mit ansteckenden Krankheiten dürfen nicht zu den Gorillas. Die Tour kann sehr anstrengend werden, es kann stundenlang bergauf und bergab über rutschigen Boden und steile An- und Abstiege gehen, immer unter dem dichten Laubdach des feuchtwarmen Dschungels. Der Aufenthalt bei den Gorillas ist auf 45 Minuten begrenzt.
Im Park und in der Umgebung sind mehrere Lodges vorhanden. Camping ist möglich in Buhoma auf dem Gelände des Buhoma Community Camps.
Mgahinga National Park
Gelegen im Dreiländereck von Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo, bildet der recht kleine Park (34 qkm) auf der ugandischen Seite der Virunga Vulkane ein zusammenhängendes Gebiet mit Parc National des Volcans in Ruanda und der Virunga Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. In diesem Park gibt es auf der ugandischen Seite lediglich eine Gorillagruppe, welche an Besucher gewöhnt ist. Gute Alternative zum stärker besuchten Bwindi.
Trekking: Die drei im Park gelegenen Vulkane bieten interessante Trekkingtouren, in sechs bis acht Stunden lassen sich Mt. Muhavura (4.127m), Mt. Sabinyo (3.669 m) und Mt. Gahinga (3.437m) erklimmen. Das Hauptquartier des Parks in Ntebeko Camp in der Nähe von Kisoro ist behilflich bei der Organisation.
Kibale Forest National Park
Schimpansen Trekking Uganda: Die Hauptattraktion in diesem recht kleinen Waldgebiet sind die dort lebenden Schimpansen. Auf ca. 1200 m Höhe mit einer Fläche von 560 qkm gelegen, bietet der Park einige interessante und gut gekennzeichnete Trails. Die mehrstündigen Trekkingtouren auf der Suche nach den Primaten werden von der Parkverwaltung ab Kanyanchu angeboten. Die Wahrscheinlichkeit, auf unsere nächsten tierischen Anverwandten zu treffen, ist recht gering, wenn man nur einmal für einige Stunden am Vormittag durch den Wald läuft. Es empfiehlt sich, mehrere Touren über einige Tage verteilt zu unternehmen, die Parkverwaltung bietet darüber hinaus auch sehr interessante Nachtwanderungen an. Für Vogelliebhaber hat das Gebiet mit ca. 325 Vogelarten ebenfalls einiges zu bieten.
Camping und Lodgeübernachtungen gibt es in Kanyanchu. Zu empfehlen ist die spektakuläre Ndali Lodge auf dem Rand eines erloschenen Vulkankraters.
Murchison Falls National Park
Im Nordwesten Ugandas, mit einer Fläche von 3.877 qkm gelegen, befindet sich der Nationalpark ca. 230 Km, ca. 5 Fahrstunden, von Kampala entfernt. Zusammen mit dem Queen Elizabeth Nationalpark bildet Murchison den besten „Allrounder – Park“ Ugandas. Die Tierwelt dort erholt sich langsam von der umfassenden Wilderei vergangener Jahre, verfügt aber noch nicht über eine solche Dichte wie in vielen kenianischen und tansanischen Parks. Löwen. Büffel, Elefanten und Giraffen sowie Antilopen, aber auch Krokodile und Flusspferde sind in Murchison Falls N.P. anzutreffen.
Für kleinere Trekkingtouren bieten sich die Gegend um die namensgebenden Murchison Wasserfälle an. Der Viktoria – Nil stürzt hier über 40m auf seinem Weg zum Lake Albert über den afrikanischen Grabenbruch. Ebenso interessant für Walking Safaris ist das im Südosten des Parks liegende Wald-Schutzgebiet Budonga Forest Reserve. Ausgangspunkt für einen Besuch des Areals ist Masindi. Es ist möglich, mehrstündige Fussmärsche durch das Reserve zu bewältigen auf der Suche nach den dort heimischen Schimpansen. Mit ca. 350 Vogelarten ist es übrigens auch einer der besten Plätze Ugandas für Birding und Vogelliebhaber.
Queen Elizabeth National Park
Im Südwesten Ugandas befindet sich mit einer Fläche von 2.000 qkm, gelegen an den Ufern der Seen Lake Edward und Lake George, eines der schönsten Schutzgebiete Afrikas, der Queen Elizabeth National Park. Die landschaftliche Vielfalt des Parks mit Savanne, Regenwald, See- und Feuchtgebieten sowie Akazienwald ist Grund für die aussergewöhnliche Biodiversität des Areals. Mehr als 100 Säugetierarten und ca. 600 Vogelarten sind im Park zu beobachten. Dazu gehören Elefanten, Büffel, Löwen, Uganda – Kobs, Giraffen, Flusspferde und Schimpansen.
Der Kazinga – Channel ist die Verbindung zwischen den beiden Seen des Parks, und hier kann man per Bootsafari die reichhaltige Tierwelt beobachten, insbesondere Wasservögel wie Pelikane und Flamingos.
Walking Safaris in Uganda sind möglich im Gebiet der Kiyambura Gorge sowie im Maramagambo Forest. Die Schlucht bei Kiyambura befindet sich am östlichen Ende des Parks. Der dortige Rangerposten organisiert die Treks durch die Schlucht, welche Heimat für die dortige Schimpansenpopulation ist.
Im Maramagambo Wald, in einer südöstlichen Ecke des Queen Elizabeth N.P. gelegen, sind ebenfalls Walking Safaris möglich. Dort ist ein Campingplatz als auch eine Luxuslodge vorhanden.
Ein wenig ausserhalb der Parkgrenzen befindet sich der Kalinzu Forest, welcher auch zu Fuss erwandert werden kann und besonders für Vogelliebhaber ein beliebtes Birding-Gebiet ist.
Rwenzori Mountains National Park
Die Trails in den Ruwenzori Bergen, den schon bei den alten Griechen bekannten „Mondbergen“, stellen für den ambitionierten Trekker eine der grössten Herausforderungen des Kontinents dar. Nach dem Kilimandscharo und dem Mount Kenya stellen die Ruwenzori – Berge mit dem Mount Stanley mit 5.109 m die dritthöchste Erhebung Afrikas. Im Zentrum der ca. 100 km langen Bergkette auf der Grenze zwischen Kongo und Uganda liegen noch weitere hohe Berge mit insgesamt mehr als zwanzig „peaks“ über 4.500 m: Mt. Speke (4.890 m), Mt. Baker (4.843 m), Mt. Gessi (4.715 m), Mt. Emin (4.791) sowie Mt. Luigi di Savoia (4.627).
Die meisten Touren durch dieses Bergmassiv gehen über sieben Tage, so der bekannteste Trail, die gut markierte Bujuku – Mubuku Tour. Die Anforderungen an die Teilnehmer sind hoch: Schnee- und Gletscherfelder sind zu bewältigen. Zusätzlich regnet es sehr oft. Hochalpine Erfahrung mit dem Bergsteigen in einer Seilschaft, sowie mit Steigeisen und Eispickeln sind unbedingt notwendig.
Ausgangspunkt für Trekking in den Ruwenzoris ist die Stadt Kasese, welche per Bus ab Kampala in sieben bis acht Stunden erreicht werden kann. (Oder per Flugzeug einmal pro Woche, mit Eagle Air, ab Kampala). Dort kann Ausrüstung erstanden, als auch der unbedingt notwendige Bergführer angeheuert werden.
Kidepo Valley National Park
Im äussersten Nordosten Ugandas, an der Grenze zum Sudan gelegen, befindet sich der 1.440 qkm grosse Kidepo Valley N.P. Eine Fahrt in diese entlegene Ecke lohnt sich durchaus, besitzt der Park eine für Uganda einzigartige Landschaft und Tierwelt – nur hier kann man in semiarider Savanne Geparden, Strausse und grosse Zebraherden beobachten. Ebenso Löwen, Büffel und Elefanten sowie diverse Antilopenarten. Der Park verfügt über keine Lodges, aber dafür über Selbstversorger – Hütten. Anreise von Kampala ist über die Strassen möglich (ca. 700 km), geht aber auch per Charterflieger ab Entebbe.
Walking Safaris in den nahe liegenden Lamoj Mountains werden im Park vom Hauptquartier der Parkverwaltung angeboten.
Lake Mburo National Park
Südlich und nah an Kampala gelegen, ist dieser Park mit 260 qkm recht klein, verfügt aber über grosse Biodiversität mit mehr als 68 Säugetierarten und ca. 310 Vogelarten. Die Anfahrt von Kampala dauert zwischen drei und vier Stunden, im Park gibt es drei Campingplätze und zwei Lodges.
An Safaris werden Bootsfahrten als auch Walking Safaris angeboten, ein kleines Waldstück, der Rubanga Forest, kann ebenfalls zu Fuss erwandert werden.
Semuliki National Park
Im Westen Ugandas, ca. 50 km entfernt von Port Royal, an der Grenze zum Kongo gelegen (Fläche: 220 qkm). Der Park beinhaltet die östlichen Ausläufer des Ituri Waldes. Campsites und einfache Hütten sowie Essensversorgung sind vorhanden.
Mount Elgon National Park
Rund um den 4.321 m hohen erloschen Vulkan Elgon erstreckt sich der 1.145 qkm grosse Nationalpark unmittelbar an der kenianischen Grenze. Ausgangspunkt für Trekkingtouren am Mount Elgon ist die Stadt Mbale, welche von Kampala in ca. 3 – 4 Stunden per Auto erreicht werden kann. Der Mount Elgon in Uganda ist die preiswerte und weniger schwere Trekking – Alternative zu einer Besteigung des Kilimandscharo.
Es gibt zwei populäre Trails, welche jeweils in fünf Tagen zum Gipfel führen, Sasa – Trail und Sipi – Route, beide jeweils mit Hütten oder Campingplätzen gut ausgestattet. Führer und Ausrüstung gibt es in Mbale.


