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Sambia

Nationalparks in Sambia

Eine Übersicht von Nationalparks und Schutzgebieten in Sambia, welche für Safaris und die Safari Fotografie interessant sind.

Sambia bietet einige der tierreichsten Parks des Kontinents und eines der grössten Naturspektakel: Die Viktoria – Wasserfälle. Ausgangsort der meisten Safaris dürfte die Hauptstadt Lusaka sein. Die beiden schönsten und tierreichsten Parks Sambias sind die längs des Luangwa Flusses verlaufenden Schutzgebiete North und South Luangwa National Park. Walking Safaris werden mittlerweile mehr und mehr angeboten, sind aber eher noch die Ausnahme als die Regel. Einige Parks sind in nicht sehr gutem Zustand, und andere wiederum so abgelegen, dass sie nur mit dem Charterflugzeug erreichbar sind. Internationaler Flughafen: Lusaka. Zugang z.B. zum South Luangwa Park auch über Lilongwe in Malawi.

  • North Luangwa National Park

In der Nordprovinz Sambias gelegen mit einer Fläche von 4.636 qkm. Der Park ist relativ wenig erschlossen und weniger stark besucht als der südliche Teil des Luangwa Schutzgebiets. Allerdings gibt es in North Luangwa ein bisher recht erfolgreiches Wiederansiedelungsprojekt des Spitzmaulnashorns. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt betreut das Projekt in Zusammenarbeit mit staatlichen und regionalen Stellen. Der Park ist nur zwischen Juni und Oktober geöffnet. Touristische Infrastruktur ist karg. Einige Camps gibt es mittlerweile, der Park ist wenig für touristische Safari Gamedrives geeignet, die Camps bieten Walking Safaris an. Der North Luangwa ist noch eine echte Wildernis, Anfahrt für Selbstfahrer über South Luangwa NP oder die Great North Road.

  • South Luangwa National Park

Sambias bedeutendstes Schutzgebiet für Safaris und Foto Safaris mit einer Grösse von ca. 9.050 qkm. Bereits 1938 wurde der Park als Schutzgebiet ausgewiesen. Attraktionen sind die zahlreichen Elefanten und Büffel, sowie die grossen Flusspferdbestände. Wer will kann den Park von Livingstone oder Lusaka per Flugzeug erreichen, der kleine Flughafen in Mfuwe liegt unmittelbar neben dem Park. Touristische Infrastruktur ist sehr gut. Trekkingtouren bzw. Walking Safaris werden von den Camps und Lodges angeboten. Die Lodges innerhalb des Parks sind eher “Upmarket” und somit teuer. Für Selbstfahrer bieten sich die Camps ausserhalb des Parks an, hier zu nennen wäre das Flatdogs Camp, das Wildlife Camp oder das Croc valley camp. Hier kann man campen und sich selbst versorgen, aber auch in Bungalow oder Safarizelt nächtigen und sich bekochen lassen. Für Wildlife Fotografen sicherlich der Park Nr. 1 in Sambia.

  • Luambe Park

Der Park befindet sich im östlichen Sambia, ebenfalls im Tal des Luangwa Flusses, zwischen den South und North Luangwa Nationalparks. Die Grösse des Parks beträgt ca. 30.000 ha oder 254 qkm. Aufgrund der starken Bejagung und Wilderei in den 1970er und 1980er Jahren verfügte der Park zum Ende des Jahrhunderts über keinen nennenswerten Tierbestand mehr. Mittlerweile hat sich dies unter neuem Management geändert, ebenfalls ist die touristische Infrastruktur stark verbessert. Im Park gibt es eine Lodge (
http://www.luangwawilderness.com/german/lodge.html
). Der Park ist nur in der Trockenzeit gut zu befahren, also zwischen Mai/Juni und November.

  • Lukusuzi National Park

Ebenfalls im Luangwa Tal gelegen und mit einer Grösse von 2.540 qkm. Der Park hat schon bessere Tage gesehen und litt ebenfalls stark unter der Wilderei in den 1970- und 80er Jahren. Mittlerweile gilt das Gebiet als aufgegeben durch die sambischen Behörden und leergewildert. Zudem gibt es keinerlei touristische Infrastruktur.

  • Kafue National Park

Im Zentrum des Landes gelegen ist dies der grösste Park Sambias. Mit einer Nord-Süd Ausdehnung von ca. 190km und einer Ost-West Ausdehnung von ca. 85 km umfasst das Gebiet ca. 22.400 qkm. Der Park ist von Lusaka aus per Fahrzeug in ca. 4 Stunden zu erreichen, die touristische Infrastruktur ist sehr gut. Sichtung der Big Five ist in diesem Park möglich. Trekkingtouren und Walking Safaris ebenso.

  • Nsumbu National Park

Recht kleiner Park mit ca. 2.000 qkm Fläche, am südlichen Ufer des Tanganyika Sees gelegen, im Norden von Sambia. Der Park liegt in einem sehr abgelegenen und schlecht erreichbarem Gebiet. Die Artenvielfalt und Anzahl der Tiere, denen er Schutz bietet, ist allerdings vielleicht auch aus diesem Grund vielfältig und zahlreich. Im Park gibt es drei Lodges

Nkamaba Bay http://www.nkambabaylodge.com/

Kasaba Bay http://www.kasaba.co.za/

Ndole bay 
http://www.ndolebaylodge.com/

  • Lusenga Plan National Park

Im Norden des Landes situierter Park, welcher vom Kalungwishi Fluss an seiner nordöstlichen Seite begrenzt wird. Der Park scheint nur auf dem Papier zu existieren, ein Parkmanagement ist nicht aktiv. Ausser dreier Wasserfälle gibt es wenig zu sehen, die meisten Tiere sind der Wilderei zum Opfer gefallen, es gibt keine Infrastruktur und keine Unterkünfte.

  • Bangweulusümpfe (Bangweulu Wetlands) und Kasanka Nationalpark

Dieses einzigartige Ökosystem steht dem Okavangodelta kaum nach. Besonders die Vogelwelt ist von berauschender Vielfalt. Der Kasanka Park am südlichen Ende des Sumpfgebiets ist mit 450 qkm Sambias kleinster Nationalpark. Der Park wird professionell geführt und verfügt über eine sehr gute touristische Infrastruktur. Von Lusaka aus ist das Gebiet mit Charterflugzeugen zu erreichen. Trekking ist hier weniger angesagt, der Park ist eher per Boot zu erkunden. Für Vogelliebhaber sicherlich eines der spannendsten Reviere in Afrika. Kasanka ist berühmt für die alljährliche Migration von acht bis zehn Millionen Flughunden, welche in der Zeit von Oktober bis Dezember ein einzigartiges Spektakel bieten. Es gibt Lodges als auch Campingunterkünfte im Kasanke NP, welcher von den umliegenden Gemeinden betrieben wird und auch deshalb besuchenswert ist. Für Selbstfahrer in Sambia fast ein Muss.

  • Isangano  und Lavushi-Manda Nationalparks

Beide Parks befinden sich im nördlichen Landesteil, östlich der Bangweulusümpfe. In beiden gibt es keinerlei touristische Infrastruktur, und aufgrund der Wilderei auch kaum noch einen nennenswerten Tierbestand.  Laut dem sambischen Tourismusbüro ist Lavushi der Status als National Park mittlerweile aberkannt. Hier findet sich nur noch ein Tier in einer grösseren Population wieder: Die Tstetse-Fliege. Beide Parks sind also quasi nur noch auf dem Papier existent.

  • Lochinvar National Park/ Blaue Lagune National Park

Südlich der Kafue Auen gelegen, bildet der Lochinvar Park zusammen mit dem Blaue-Lagune National Park ein zusammenhängendes Ökosystem. Der WWF hat in den 1960er Jahren das  428 qkm umfassende Gebiet um Lochinvar gekauft. Lochinvar verfügt über eine Lodge und ist ganzjährig geöffnet. Blue Lagoon umfasst ca. 500 qkm und ist von Lusaka recht einfach über die Strasse zu erreichen (ca. 100 KM). Das Schutzgebiet verfügt über einen Campingplatz.

  • Liuwa Plains

Ganz im Westen des Landes gelegen, an Oberlauf des Sambezi. Die Attraktion des Parks ist die jährliche Migration der Gnus, welche von Angola kommend die Liuwa-Ebenen durchstreifen. Dieses Spektakel setzt mit den Regenfällen im November ein. Der Park ist schwer zugänglich und es gibt nur eine sehr eingeschränkte touristische Infrastruktur. Empfohlene Jahrezeit für Besuche dieses Gebiet: August bis Dezember. Die Tierwelt hier ist reichhaltig, neben einigen – wieder angesiedelten – wenigen Löwen gibt es eine Population des seltenen Wildhundes. Einige Anbieter, welche sogenannte Mobile Safaris offerieren, bieten auch Wanderungen im Park an. Die komplette Ausrüstung und Logistik muss allerdings mitgebracht werden. Mittlerweile gibt es auch für Selbstfahrer vier Camps im Park, die Buchung muss vorab erfolgen über African Parks (african-parks.org). Die Camps sind von Juli bis Dezember geöffnet. Anreise mit dem Fahrzeug erfolgt über Kalabo, wenn die Überschwemmung der Liuwa Plains abgeklungen ist und das Wasser wieder im eigentlichen Bett des Sambesi fliesst, also ab August/September.

  • West Lunga National Park

Sehr schwer zugängliches Gebiet im westlichen Teil des Landes, in der North-Western Province. Es gibt keine Infrastruktur im Park, keine Lodges, und das Gebiet wird nicht einmal auf der Seite der sambesischen Tourismusbehörde erwähnt. Angeblich ist die Tierwelt, dank der Abgeschiedenheit des Areals, noch intakt, und sogar Großsäuger wie Elefanten und Büffel, Rappen- und Säbelantilopen seien vorhanden. Besucher müssen jegliche Logistik selber organisieren und mitbringen.

  • Sioma Ngwezi National Park

Dieses Schutzgebiet umfasst ca. 5.000 qkm.  Der Park befindet sich im südwestlichsten Zipfel des Landes und grenzt unmittelbar an Angola an, Botswana und Namibias Caprivi Streifen sind ebenso unweit gelegen. Der Tierbestand hat durch die ungezügelte Wilderei in Angola zu Zeiten des dortigen Bürgerkrieges stark gelitten. Ca. 3.000 Elefanten waren einst im Park anzutreffen, ebenso Geparden und Wildhunde, mittlerweile scheinen die Tiersichtungen aber fast unmöglich, weil sich die Bestände stark verringret haben. An touristischer Infrastruktur innerhalb des Parks ist so gut wie nichts vorhanden, ausser einigen Campingplätzen. Strassen gibt es auch keine, allerdings bieten einige Touroperator  mittlerweile Safaris in dieser Gegend an.  Der Park ist mittlerweile an der Grenze zur Auflösung, die Holzindustrie setzt diesem Gebiet stark zu, ebenso die Wilderei. Selbstfahrer können den Park dennoch besuchen, die Tiere sind aufgrund der Wilderei allerdings sehr scheu. Asphaltstrasse von Livingstone aus. Es gibt einige schöne Lodges in der Nähe, näheres dazu auf der Website des sambischen Tourismusverbandes.

  • Mosi-oa-Tunya / Victoria Falls National Park

Das kleine Schutzgebiet (66qkm) unmittelbar auf der sambischen Seite der Wasserfälle, bei der Stadt Livingstone. Giraffen, Zebras, ab und an Elefanten. Das Hauptspektakel sind natürlich die Viktoriafälle.

  • Lower Zambezi National Park

Gelegen auf der sambischen Seite des Sambesi, gegenüber vom Mana Pools National Park in Simbabwe. Der wasserreiche Park bietet Schutz für viele Großsäuger und verfügt über einen attraktiven Tierbestand. Ebenso sind viele Lodges und Campsites vorhanden. Walking Safaris werden hier ebenfalls angeboten. Bootstouren und klassische Safaris natürlich auch. Für Selbstfahrer auf Safari ist der LZNP von Lusaka aus gut zu erreichen. Lodges in nahezu allen Preisklassen als auch Campingplätze bietet der Park reichhaltig.

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