Namibia

Nationalparks und Schutzgebiete Namibias:

Etosha National Park

Mit 22.275 qkm Fläche der zweitgrösste, aber bedeutendste Nationalpark in Namibia. Im Norden des Landes, am Rande des Kalahari – Beckens gelegen, umfasst das Schutzgebiet die sogenannte Etosha-Pfanne, eine flache Senke in der Wüste, welche durch die Austrocknung eines Sees entstand. Der Park ist auf einer gut ausgebauten Strasse ab Windhoek zu erreichen (400 Km Entfernung) und hat eine Nord-Süd Ausdehnung von 110 km und eine Ost-West Ausdehnung von maximal 295 km. Im Park gibt es eine sehr gute touristische Infrastruktur – dies ist eine der bedeutendsten Safari-Destinationen des Kontinents. Am östlichen Eingang befinden sich die drei Lodges des Schutzgebietes. Walking Safaris oder Trekkingtouren sind bisher noch nicht möglich. Die Tierdichte ist, da der Park eingezäunt ist und über künstliche Wasserstellen verfügt, sehr hoch und ideal für Fotografen.

Es gibt drei Camps/Lodges in Etosha. Okaukuejo im Süden des Etosha NP, das Halali Camp ziemlich zentral im Park, und am nördlichen Ende Fort Namutoni. In allen drei Camps können Selbstfahrer auf dem Campingplatz logieren, man hat aber auch die Option, in Bungalows zu nächtigen. Es gibt jeweils ein Restaurant, einen sehr kleinen Supermarkt sowie eine Tankstelle. Alle drei Campingplätze haben ein Nachts beleuchtetes Wasserloch. Okaukuejo ist ziemlich staubig, und ziemlich überlaufen, Halali hat Charme, aber immer noch viel Staub. Namutoni ist landschaftlich recht schön gelegen, es gibt in der näheren Umgebung auch viele Wasserlöcher mit hoher Giraffendichte.

Khaudom Game Reserve

Gelegen am Eingang zum Caprivi-Streifen im Nordosten Namibias, verfügt dieses Schutzgebiet über eine Fläche von ca. 4.000 qkm. Der Park bietet mit seinen grossen Trockenwäldern Zuflucht für unzählige Großsäuger, Raubtiere und mehr als 300 Vogelarten. Der Park liegt abseits der grossen Touristenströme und ist schwer zugänglich. Eine touristische Infrastruktur ist kaum vorhanden, Anfahrt kann nur im 4WD Fahrzeug und im Konvoi erfolgen. In Khaudom gibt es zwei Campingplätze mit Hütten. Jegliche Versorgung für eine Safari muss mitgebracht werden. In Foren finden sich des öfteren Anfrage für einen Safari-Konvoi. Unter www.khaudom.com lässt sich eine sehr hilfreiche Broschüre mit Infos zum Schutzgebiet als .pdf – Dokument herunterladen.

 Mamil National Park (Caprivi)

Dieser mit einer Fläche von 320 qkm recht kleine Park befindet sich im Caprivi-Streifen im Nordosten Namibias auf mehreren Inseln in den Flüssen Kwando und Linyanti. Während der Trockenzeit ist das Gebiet über das bestehende Strassennetz gut zu erreichen. In der Regenzeit wird das Areal überflutet und ist nur noch schwer zugänglich. Einige Reiseveranstalter verbinden das Reservat mit Safaris von Botswana aus.

Mudumu National Park (Caprivi)

Gelegen im Nordosten Namibias, ca. 50 km entfernt vom Mamil Nationalpark, mit einer Fläche von ca. 1.000 qkm. Der Park ist von Marschen, Flussläufen und Sumpfland durchzogen und u.a. Heimat von Flusspferden und Fischottern sowie Krokodilen. Zu erforschen ist das Gelände am besten per Boot, an touristischer Infrastruktur ist eine sehr schöne Lodge vorhanden, die Lianshulu Lodge. Achtung, Malariagebiet!

Namib Naukluft National Park

Mit  einer Fläche von mehr als 49.000 qkm ist der Namib-Naukluft Nationalpark das drittgrösste Schutzgebiet Afrikas, nach dem Selous Game Reserve (Link auf Text bei Tansania) in Tansania. Es verbindet die äusserst eindrucksvollen Ökosysteme von Namib-Wüste, dem bis zu 1.964m hohen Naukluftgebirge sowie der Küste des atlantischen Ozeans, welche unmittelbar an die Wüste angrenzt und Skelettküste genannt wird. Ausgangspunkt für eine Fahrt in dieses Areal ist Windhoek.

Das Naukluftgebirge ist das beste Trekkinggebiet Namibias und verfügt über ein hervorragend ausgearbeitetes Wanderwegenetz. Bekannte, mehrtägig zu bewandernde Trails sind Oliventrail und Waterkloff-Trail. Der mit 120 km Länge Naukluft Hiking Trail wird in acht Tagen bewältigt und gilt als die härteste Wanderroute im südlichen Afrika. Mit viel Glück bekommt man im Naukluft – Gebirge einen Leoparden zu Gesicht, von denen es hier recht viele geben soll.

Fish River Canyon

Dieses Gebiet ist ebenfalls für Trekkingtouren sehr interessant. Der Fish River befindet sich im südlichen Namibia, und hat den gleichnamigen Canyon auf einer Länge von 160 km und einer Tiefe von bis zu 550m aus den Gesteinsschichten gewaschen. Der Fish River Canyon ist somit der grösste Canyon des afrikanischen Kontinents. Der Canyon beginnt seinen Lauf bei Seeheim im Norden und mäandert sich bis zu Ai-Ais im Süden. Der Fish River mündet erst einige Kilometer danach in den Oranje, den Grenzfluss zu Südafrika. Die zwei Hauptcamps des Parks sind Hobas im Norden, in der Nähe des Hauptaussichtspunktes mit dem Informationszentrum sowie im Süden Ai-Ais im Fluss-Talkessel mit den bekannten heißen Quellen.

Von Mai bis August werden Trekkingtouren im Canyon durchgeführt, die dem Flusslauf folgen.

Spitzkoppe

Mit 1.728m Höhe einer der höchsten Erhebungen des Landes, auch „Matterhorn Namibias“ genannt aufgrund ihrer exponierten Lage als Inselberg inmitten eines Plateaus. Der höchste Berg Namibias ist der Königsberg auf dem Brandbergmassiv, mit 2.573m. Das gesamte Spitzkoppe Areal ist als Naturschutzgebiet vorgesehen, bis heute allerdings ist dieser Status noch nicht erreicht. Die Spitzkoppe eignet sich gleichermaßen für kurze Trekkingtouren als auch für Kletterversuche auf ihren Gipfel. Die Besteigung verlangt allerdings eine Seilschaft und Alpinerfahrung. An einigen Stellen sind jahrtausendalte Felsmalereien zu bewundern. Ausgangspunkt für eine Fahrt zur Spitzkoppe ist Windhoek, die Entfernung beträgt ca. 250 km.

Waterberg Nature Reserve

Auf dem Waterberg Plateau gelegenes Schutzgebiet, 68 km östlich von Otjiwarongo, mit einer Ausdehung von ca. 405 qkm. Hier fand die finale Schlacht zwischen den deutschen Kolonialtruppen und den aufständischen Herero statt. Das Gebiet ist bekannt für seinen Vogelreichtum und bietet einige interessante Wanderungen und Trails auf gut markierten Wegen um das Waterberg-Plateau herum. Einige Veranstalter führen Safaris in offenen Fahrzeugen im Reserve durch. Und auch zwei Lodges und ein Campingplatz laden den Trekkingfreund zum Verweilen in dieser urtümlichen Wildnis ein.