Trekking und Nationalparks in Marokko
Das höchste Gebirge des Landes ist der Hohe Atlas, Marokkos Teil des Atlasgebirges, und ein sehr interessantes Trekking Gebiet. Der höchste Gipfel dieses Gebirgszuges ist der Toubkal mit 4.167m Höhe, Marokkos höchster Berg. Ebenso interessant für den Trekker ist der Mittlere Atlas mit teil sehr gut erschlossenen Wanderwegen und einer touristischen Infrastruktur. Ausgangspunkt für Trekkingtouren am Toubkal als auch im Mittleren Atlas ist die Stadt Marrakesch.
Flugverbindungen Marokko: Marrakaesch ist von Europa sehr gut per Flugzeug zu erreichen, jeweils über Casablanca, mit Lufthansa, Swiss, Air France, SN Brussels oder Iberia. Royal Air Maroc fliegt dann von Casablanca nach Marrakesch. Von Genf gibt es einen Direktflug nach Marrakesch.
Toubkal Nationalpark (Hoher Atlas)
Der Park umschliesst mit einer Grösse von 380qkm den mit 4167m höchsten Berg Marokkos, den Toubkal. Die meisten Reisen und Trekkingtouren nach Marokko besuchen dieses Gebiet. An Großsäugern lassen sich Gazellen, Stachel- und Wildschweine sowie Berberaffen beobachten. Vereinzelt sind auch Hyänen anzutreffen, Leoparden gibt es in diesem Gebiet vermutlich keine mehr. Ein Projekt beschäftigt sich mit der Neuzüchtung und Wiederansiedelung des Berberlöwen in diesem Teil des Atlassgebirges. Für die Besteigung des Djebel Toubkal werden meistens zwei Tage veranschlagt, Alpinerfahrung ist nicht notwendig, dafür Trittsicherheit und gute Kondition. Im Winter ist der Berg verschneit und keine Besteigung möglich.
Soussa Massa Nationalpark
Birding Marokko! Südlich von Agadir unmittelbar an der Atlantikküste Marokkos gelegen, mit einer Grösse von 340 qkm. Der Park beinhaltet das Mündungsgebiet der Flüsse Oued Souss und Oued Massa, und ist eine tief gelegene Küstenebene, die sich bis zu 25 km ins Landesinnere erstreckt. Trekkingtouren gibt es in diesem Sinne nicht, aber für Vogelliebhaber und Birding-Touren hat der Park eine beeindruckende Faune und Vogelwelt zu bieten. Unter anderem wurde der Strauss wieder angesiedelt. Viele Zugvögel nutzen das Areal als Durchzugs- und Rastgebiet.
Tazekka Nationalpark (Mittlerer Atlas)
Der Park situiert sich um den 1.980m hohen Berg Tazekka im Mittleren Atlas und ist von der Stadt Taza aus am besten zu erreichen. Der Park hat eine Grösse von 128 qkm. Die Berglandschaft beeindruckt durch ihre Wasserfälle, Bergwälder und Tropfsteinhöhlen. Die bekannteste davon ist die Gouffre de Friatou. Für die Besichtigung dieser Höhle ist ein Führer unbedingt notwendig, man sollte keine Probleme haben, in Taza einen Bergführer zu finden. In Taza beginnt und endet auch ein bemerkenswerter, 75 km langer Rundweg/Trail mit diversen kürzeren, gut ausgeschilderten Wegstrecken. Diese Gegend Marokkos ist gut auf Trekker und Wandertourismus eingestellt.
Al Hoceima Nationalpark
Dieser Park liegt 150 östlich von Gibraltar an der Mittelmeerküste. Die Grösse von 470qkm schliesst das Meer und somit den Schutz bedrohter Meeressäuger wie die Mönchsrobbe aber auch Delfine mit ein. Im Park gibt es einige Unterkünfte („Gites“) auch individuell zu buchen.
Talassemtane Nationalpark (Rif)
Dieser 600qkm grosse Park liegt im Rif Gebirge im Norden Marokkos und bietet einige spektakuläre Berglandschaften. Ausgangspunkt für Wanderungen und Trekkingtouren ist die Stadt Chefchaouen. Hier starten die meisten Individualtrekker bzw. Tourveranstalter ihre 2 – 5 tägigen Treks. Es gibt sogar einige Ökotourismusveranstalter in dieser Region.
D`Ifrane Nationalpark
Im Mittleren Atlas gelegener, ca. 530 qkm grosser Park. Für Trekkingtouren fast ideal, und die Gegend verfügt über eine recht gute touristische Infrastruktur mit diversen Reiseveranstaltern und Unterkünften mitten im Park auf 1.600m bzw. 2.050m Höhe gelegen.
Ebenso ist Mountainbiking und Ökotourismus möglich, im Frühling ist die Gegend bei Angelfreunden aus der ganzen Welt bekannt für ihre Forellenvorkommen, und im Winter ist es eines der bestgehüteten Geheimnisse für Snowboarder und Skifahrer! Man mag es nicht glauben, aber der Ort Ifrane gilt als die Schweiz Marokkos und ist ziemlich schneesicher mit einer entsprechenden touristischen Infrastruktur. Ausgangspunkt: Fes oder Marrakesch.
Haut-Atlas Nationalpark
Inmitten des Hohen Atlas gelegener Nationalpark Marokkos mit einer Grösse von 490 qkm, an der Scheide zwischen montanen und ariden Gebieten und Flora und Fauna. Viele Reiseveranstalter bieten Trekkingtouren in diesem Gebiet an, welche bis zu 14 Tagen dauern können. Man wandert mit leichtem Tagesgepäck und das Restgepäck wird von Maultieren oder Eseln transportiert. Übernachtet wird zumeist in Zelten. Ausgangspunkt für die meisten Touren ist Marrakesch.
D`Iriqui Nationalpark
An der Grenze zu Algerien gelegenes Schutzgebiet in der Wüste Sahara. Tiervorkommen, Vegetation und Landschaft sind entsprechend. Sichtungen von Oryx und Mendesantilopen als auch von Gazellen sind möglich.
Bas – Draa Nationalpark
An der Südflanke des Hohen Atlas gelegen, ist dieses Schutzgebiet der jüngste aller National Parks in Marokko. Im semiariden bzw. Wüstengebiet sollen Antilopen wie Mendes und Oryx aber auch diverse Gazellenarten wieder angesiedelt werden. Der Park wird als Projekt unterstützt von der Weltbank und der deutschen GTZ. Touristische Infrastruktur gibt es wohl noch nicht.
Dakhla Nationalpark
Dieses Gebiet befindet sich in der Westsahara in der Nähe der Stadt Ad-Dhakla und erstreckt sich über die Küstenregion als auch ins Landesinnere hinein in die Wüste. Der Park hat an der Küste bis eine Ausdehnung von bis zu 180 km und bildet somit ein Rückzugsgebiet für bedrohte Meeressäuger. In der Wüstenregion des Schutzgebiets sollen Mendes- als auch Oryxantilopen wieder angesiedelt werden.
Marrakesch, Perle des Südens
Die Millionenstadt Marrakesch liegt im Südwesten Marokkos am Fuße des Atlas-Gebirges. Die Stadt der Berber und Nomaden gilt als die schönste der vier Königsstädte Marokkos (Fes, Marrakesch, Meknes, Rabat) und vereint wie keine andere moderne, europäische Kultur und traditionelles, orientalisches Leben. Innerhalb der Stadtmauern liegt die Altstadt Marrakeschs mit den berühmten Souks, überdachte und verwinkelte Basare, auf denen reges Handeln und Treiben auch heute noch stattfindet. Der wichtigste und bekannteste Ort ist hierbei der Djemaa al Fna, der Platz der Geköpften. Bei Touristen wie Einheimischen aufgrund seiner ursprünglichen, orientalischen Atmosphäre gleichermaßen beliebt, lassen sich die angrenzenden Restaurants den beeindruckenden Blick aus sicherer Entfernung von ihren Dachterrassen teuer bezahlen. Für Backpacker wie für motorisierte Urlauber gleichermaßen ist das Hotel CTM daher nahezu perfekt: Direkt am Djemaa al Fna gelegen bietet es seinen Gästen die gleiche Aussicht von ihrer Terrasse, und das nicht nur am Abend, sondern auch schon beim Frühstück. Eine bewachte Garage ermöglicht es, sich ganz unbesorgt dem bunten Treiben in den direkt angrenzenden Souks hingeben zu können.
Nach einer intensiven Stadtbesichtigung findet man im Nordosten Marrakeschs die notwendige Ruhe und Erholung: Etwa 160km von Marrakesch entfernt liegen die Cascades d’Ouzoud, mit 100m Höhe die höchsten Wasserfälle Marrokos. Am bequemsten erreicht man sie mit dem (Miet-)Auto, aber auch per Bus und anschließendem Taxitransport. Am Fuß der Wasserfälle liegen idyllische Campingplätze unter Olivenbäumen. Allerdings sollte man sich zuvor über marokkanische Ferien und Feiertage informieren, denn auch unter Einheimischen zählen die Cascades d’Ouzoud zu einem beliebten Ausflugs- und Badeziel und können daher entsprechend überlaufen sein!
Ouarzazate, Filmkulisse par excellence
Viele Menschen haben Ouarzazate bereits im Fernsehen und Kino bewundert, ohne es zu wissen: Durch ihre günstige Lage zwischen den südöstlichen Ausläufern des Hohen Atlas und dem Antiatlas und durch ihr markantestes Bauwerk, der Kasbah Taouirt, war Ouarzazate bereits mehrmals Drehort bekannter Filmproduktionen wie z.B. Ridley Scotts “Gladiator”. In der Kasbah Taouirt, einer Wohnburg aus gehärtetem Lehm, leben noch jetzt Angehörige des Haouza-Stammes. Heute ist Ouarzazate eine touristisch erschlossene Stadt mit einer Vielzahl von Hotels und Restaurants. Das Umland bietet mit seinem steinwüstenähnlichen Charakter zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie rasante Safaris in Wüstenbuggies und Tagesausflüge in das unweit gelegene, landschaftlich beeindruckende Dadestal (franz. Gorge du Dadès). Entlang des Flusses Dades findet man neben grünen Oasen weitere Kasbahs, die von den Berbern als Verteidigungsanlagen errichtet wurden. Im heißen marokkanischen Sommer ist ein Bad im kühlen Dades ein herrlich erfrischendes Erlebnis. Ouarzazate ist auch Basis vieler lokaler Reiseveranstalter, die mehrtägige Kameltouren und Wüstensafaris per Jeep anbieten.
Fes, intellektuelles Zentrum Marokkos
Die einstige Hauptstadt von Marokko kann mit Recht als geistiges Zentrum des Landes bezeichnet werden: In keiner anderen marokkanischen Stadt gibt es so viele Moscheen und Koranschulen. Zentrales Bauwerk ist dabei die tief in den Souks von Fes zu findende Qarawiyyin-Moschee. Sie beherbergt noch zwei Fakultäten der 859 gegründeten Universität Al-Qarawiyyin, der ältesten noch lehrenden Universität der Welt. Die Souks von Fes liegen wie die meisten der historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt Fes-el-Bali und sind noch heute nach Gilden aufgeteilt. Ihr weitläufiges Gewirr aus zum Teil nur 50cm breiten Gässchen bilden ein nahezu undurchdringliches Labyrinth und erschafft mit typischem Handelsgeschrei und intensiven Gerüchen eine ursprüngliche orientalische Atmosphäre. Eine Orientierung in den überdachten Souks ist nahezu unmöglich. Ein ortskundiger Führer ist für den ersten Besichtigungstag daher von großem Vorteil — allerdings nicht, ohne im Voraus über die Anzahl der Einkaufsbesuche und Teezeremonien bei seinen Bekannten und Kollegen verhandelt zu haben! Ein unvergessliches Erlebnis (auch für die Geruchsnerven) ist der Besuch des alten Gerberviertels. Auf traditionelle Art färben Gerber hier Leder ein und bearbeiten Tierhäute in großen Steinbottichen.


