
Nationalparks und Safari und Trekking in Botswana
Dies ist eine Übersicht der meisten Nationalparks und Schutzgebiete in Botswana, welche ideal für Safari, Trekking Safari und Wildlife Fotografie sind.
Botswana ist eines der wirklich dünn besiedelten Länder unseres Planeten – und hat eine atemberaubende Natur, Wildnis und Tierwelt zu bieten. In einzigartigen Nationalparks werden die ebenso unikaten Ökosysteme wie Okavango – Delta oder Kalahariwüste geschützt.
Als Safaridestination hat Botswana somit für den Besucher einige wirklich spektakuläre Landschaften und eine grossartige Tierwelt zu bieten. Insbesondere für Selbstfahrer ist das Land eines der besten Zielgebiete Afrikas: Wohnmobile oder Jeeps zu mieten ist kein Problem, die Strassen sind gut in Schuss, Lodges oder zumindest Campingplätze sind fast überall vorhanden. Ausgangspunkt für das nördliche Botswana ist die Stadt Maun, welche von Johannesburg/Südafrika per Flug gut zu erreichen ist.
Momentan gibt es keinen Direktflug von Europa nach Botswana. Die Anreise erfolgt am besten über Johannesburg, mit Weiterflug nach Gabarone oder Maun, der Safarikapitale im Norden des Landes. Oder aus Namibia kommend über Windhuk nach Gabarone, der Hauptstadt Botswanas. Eine Alternative ist die Anreise über Sambia bzw. Simbabwe, es besteht eine Flugverbindung mit British Airways von London nach Lusaka oder mit Air Namibia von Windhuk nach Victoria Falls.
Chobe National Park
Mit annähernd 11.000 qkm Fläche der zweitgrösste Park Botswanas. Im Norden Botswanas gelegen, bildet der aus Angola kommende Fluss Kwando, welcher in Botswana Chobe heisst, die Grenze nach Simbabwe und Sambia. Im Süden des Parks schliesst sich das Moremi Game Reserve an und bildet den Korridor zum Okavango – Delta. Der Chobe National Park umschliesst vier sehr unterschiedliche Ökosysteme: Waldgebiete im Nordosten, das Savuti – Feuchtgebiet im Süden, die Linyanti – Sümpfe im Westen sowie die Trockensavanne im Zentrum des Parks.
Chobe ist bekannt für seine weltweit grösste Elefantenpopulation mit geschätzten 60.000 Exemplaren. Die touristische Infrastruktur in Botswana ist ausgesprochen gut. Viele Lodges und Campingplätze sorgen für Unterkünfte zwischen „Einfach“ und „Luxus“, der Park verfügt über ein gutes Netzwerk an zum Teil sehr sandigen Wegen – ein vierradangetriebenes Fahrzeug ist absolut notwendig, insbesondere in und nach der Regenzeit von Dezember bis April. Die Campingplätze müssen im Vorhinein über Safariveranstalter gebucht werden. Man kann als Selbstfahrer sehr gut Chobe und Moremi im Okavangaodelta verbinden.
Camps für Selbstfahrer: Linyanti, Savute, mit jeweils sehr guten Abulition Blocks.
Ausgangspunkte: Kasane oder Maun.
Beste Reisezeit ist von August bis Oktober. Dann sind an den Ufern der Flüsse die meisten Tiere und die grossen Elefantenherden anzutreffen.
Moremi Game Reserve
Dieses Schutzgebiet in Botswana bedeckt ein Drittel des Okavango Binnendeltas und besitzt eine Fläche von 4871 qkm. Das Binnendelta des drittgrössten afrikanischen Flusses ist zudem das mächtigste Binnendelta unseres Planeten – der Okavango ergiesst sich in die Kalahari Wüste, bildet dort eine riesige Sumpflandschaft, und versickert schliesslich in den trockenen Ebenen der Kalahari. Dieses einzigartige Naturschauspiel bietet Lebensraum für unzählige Tiere, hervorzuheben ist die grosse Population des seltenen Wildhundes. Auch Vogelliebhaber kommen auf ihre Kosten, mehr als 350 Arten kommen in Moremi vor.
Infrastruktur und Unterkünfte im Schutzgebiet sind hervorragend, ein 4WD ist allerdings absolut unerlässlich. Walking Safaris werden von vielen Veranstaltern oder Lodges angeboten. Ebenso oft bieten sich Safaris per Boot als probates Fortbewegungsmittel an. Die klassische Safari mit dem Jeep oder offenem 4WD oder als Selbstfahrer ist natürlich auch möglich.
Central Kalahari Game Reserve
Mit 52.000 qkm Fläche bildet das Schutzgebiet in Zentral Botswana eine Fläche grösser als die Schweiz, und zählt als das zweitgrösste in Afrika, nach Selous in Tansania.
Gelegen im zentralen Botswana, bieten die Regionen im Norden des Parks die grössten Tierkonzentrationen. Hier ist eine sehr rudimentäre Infrastruktur vorhanden, Selbstfahrer müssen eigentlich alles mitbringen, Allradantrieb und GPS sowieso. Campingplätze ohne WC-Einrichtungen sind vorhanden.
Khutse Game Reserve
Dieses Schutzgebiet schliesst mit einer Fläche von 2.500 qkm unmittelbar südlich an das Central Kalahari Game Reserve an. Von der Hauptstadt Gabarone ist es in ca. 4 Stunden Fahrtzeit zu erreichen (Entfernung: 210 km). Die trockene Landschaft bietet Schutz für eine Vielzahl von Tieren und Vogelarten, verfügt aber über keinerlei Lodges. Lediglich einige primitive Campingplätze stehen zur Verfügung. Khutse ist bewusst in einem solchen Zustand der Nichtentwicklung gelassen und bietet dafür eine nahezu unverfälschte Naturlandschaft im afrikanischen Busch.
Kgalagadi Game Reserve
Im Grenzgebiet zu Südafrika und Namibia gelegenes Schutzgebiet mit einer Fläche von 38.000 qkm. Die Überquerung der im Park verlaufenden Staatsgrenze zur Republik Südafrika ist problemlos möglich, wenn man wieder nach Botswana zurückkehrt. Fauna und Flora des Schutzgebiets sind geprägt durch die Wüstenlandschaft der Kalahari.
Strassen und Unterkünfte sind sehr gut, der Park eignet sich bestens für Selbstfahrer und Individualreisende.
Makgadigi Pans und Nxai-Pan National Park
Östlich von Maun in ca. 160 km Entfernung gelegen, bilden diese beiden Nationalparks zusammen eine Fläche von 7.500 qkm. Die Salzpfannen des Schutzgebiets sind die weltweit grössten ihrer Art und bilden ein einzigartiges Ökosystem. Viele Tiere aus dem Gebiet des Okavango Binnendeltas migrieren in die staubigen Ebenen dieser Parks und sorgen für ein ganz besonderes Naturschauspiel. Für Selbstfahrer sehr gegeignet, Botswana ist z.B. mit dem Miet 4×4 von Johannesburg aus sehr gut zu erreichen.
Die Parks verfügen über keinerlei Lodges, lediglich einige Campingplätze stehen zur Verfügung.


