Wer hat nicht schon einmal überlegt, ob es nicht etwas sinnvolleres gibt als einfach nur Geld an grosse und anonyme Hilfsorganisationen zu spenden? Das gibt es, und zwar in Form von sogenannten Mikrokrediten, welche Hilfsorganisationen vor Ort an lokale Unternehmer vergeben. Die Organisation, welche eine tolle Software gebaut hat und diese Mikrokredite organisiert heisst kiva.org.
Kiva.org steuert die Beziehungen zwischen den lokalen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie den weltweiten Spendern/Investoren übers eine sehr smarte Software.
Jeder, der Projekte fördern möchte, kann sich bei kiva.org registrieren, und z.B. schon mit 25 US-Dollar einsteigen. Das persönliche finanzielle Risiko ist also mehr als gering für die Investoren. Jeder Kreditempfänger stellt sich und sein Projekt vor, und wirbt so um den Kredit. Wer also 500 Dollars benötigt, um z.B. eine Milchkuh zu kaufen, bekommt das Geld von bis zu 20 unterschiedlichen Investoren/Geldgebern aus der ganzen Welt.
Die finanzierten Projekte und UnternehmerInnen befinden sich schwerpunktmässig in Afrika, Lateinamerika und Asien. Die Projekte reichen von Krediten für den Ausbau eines Obst-und Gemüsegeschäfts bis zum Kauf von Nutztieren oder zur Beschaffung von Ersatzteilen für Autoreparaturwerkstätten. Mit diesen Mikrokrediten und den einhergehenden niedrigen Zinsen können Menschen in Kenia, oder Bolivien, oder der Mongolei einfach an Budget herankommen, um ihr Geschäft zu gründen oder auszubauen. Von Banken im herkömmlichen Sinne würden sie diese Finanzierung kaum erhalten, da sie ausser ihrer Arbeitskraft keine Sicherheiten zu bieten haben.
Die Rückzahlung der Kredite bewegt sich im 98% Bereich, und wird von den lokalen NGOs vor Ort gelenkt. Jeder Investor sieht in seinem Kiva Konto den Rückzahlungsstatus pro Projekt, welches er finanziert hat, und bekommt zurückgezahlte Gelder seinem Konto permanent wieder gutgeschrieben, so dass er die Gelder erneut vergeben kann.
Eine tolle Sache für alle Beteiligten, sinnvoll und gut. Es ist auch sehr erdend für jeden von uns zu sehen, wie wichtig für Menschen in der sogenannten “3. Welt” z.B. der Kauf einer Milchkuh oder der Ausbau des lokalen Gemüseladens ist.



